
Florenz
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Italien
Der Monte Prado ist mit 2.054 Metern der höchste Berg der Toskana und liegt im Toskanisch-Emilianischen Apennin direkt an der Grenze zur Emilia-Romagna. Wer bei der Toskana hauptsächlich an Weinberge, Zypressen und sanfte Hügel denkt, bekommt hier eine ganz andere Landschaft zu sehen. Rund um den Monte Prado gibt es ausgedehnte Wälder, offene Bergflächen und weite Ausblicke über den Apennin.
Im Oktober 2022 war ich mit ein paar Freunden dort und wir haben den Monte Prado bei einer etwa 15 Kilometer langen Wanderung mit rund 770 Höhenmetern bestiegen. Insgesamt waren wir etwas mehr als sechs Stunden unterwegs. Los ging es bei Casone di Profecchia, einer kleinen Ansiedlung südöstlich des Gipfels. Dort befindet sich auch eine Unterkunft, bei der wir unser Auto abstellen konnten.
Die ersten Kilometer führten uns durch den Wald. Da wir im Oktober unterwegs waren, hatte sich das Laub bereits verfärbt und gerade dieser Abschnitt hat uns deshalb besonders gut gefallen. Je höher wir kamen, desto weniger wurde der Wald und desto offener wurde die Landschaft.
Eine schöne Möglichkeit, die Wanderung zu erweitern, ist der Lago della Bargetana. Der Bergsee liegt auf etwa 1.800 Metern Höhe und befindet sich in der Berglandschaft rund um den Monte Prado. Je nach gewählter Route lässt sich der See in die Wanderung einbauen.
Besonders schön fanden wir die Aussicht im oberen Bereich der Wanderung. Von dort reicht der Blick weit über den Apennin und bei guter Sicht bis zu den umliegenden Gebirgszügen. Nach mehreren Stunden Wanderung war der Gipfel des Monte Prado für uns natürlich das Highlight des Tages – nicht zuletzt, weil man von hier oben noch einmal einen ganz anderen Eindruck von der Landschaft bekommt.
Wer die Tour selbst machen möchte, sollte allerdings bedenken, dass sich die Bedingungen auf über 2.000 Metern deutlich von denen im Tal unterscheiden können. Gerade im Herbst kann es oben bereits deutlich kühler sein und das Wetter kann sich schnell verändern. Unsere Wanderung im Oktober war dagegen von den herbstlichen Farben im unteren Bereich bis zur offenen Berglandschaft weiter oben eine sehr abwechslungsreiche und empfehlenswerte Tour.
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