Spanien

Barcelona

Barcelona ist wohl neben der Hauptstadt Madrid die bekannteste Stadt Spaniens. Man kennt die zweitgrößte Stadt des Landes auch vor allem durch dessen Fußballverein, den FC Barcelona und durch die sich seit 1882 im Bau befindliche Sagrada Familia.

Das spanische Stadtbild ist vor allem durch seinen schachbrettartigen Aufbau und die vielen Bauten des berühmten Architekten Antoni Gaudí geprägt. Aber auch nicht nur architektonisch gibt es einiges in Barcelona zu entdecken: Es gibt mehrere Hügel, von denen du eine schöne Aussicht genießen kannst oder den langen Stadtstrand, an dem du im Sommer gut entspannen kannst.

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Sehenswertes

Meine Tipps für Barcelona

  1. Sagrada Familia

    Die Sagrada Familia wurde von Antoni Gaudí entworfen, einem der wohl berühmtesten Architekten Spaniens. Er übernahm ein Jahr nach Baubeginn 1883 die Projektleitung für die heute bekannte Basilika, als er gerade einmal 31 Jahre alt war. Neben diesem Meisterwerk hat er sich noch an vielen weiteren Orten in der Stadt verewigt, welche heute beliebte Touristenattraktionen sind.

    Der Bau wurde mehrmals verzögert, insbesondere durch den Spanischen Bürgerkrieg (1936–1939), bei dem viele von Gaudís Originalmodellen und Plänen zerstört wurden. Es wurde lange Zeit erwartet, dass die Basilika um das Jahr 2026, zum 100. Todestag von Gaudí, fertiggestellt sein wird. Wahrscheinlich wird sich die Fertigstellung aber um weitere Monate verzögern.

    Wenn du die Sagrada Familia von innen sehen möchtest, solltest du dir Tickets im Voraus online kaufen, da diese weit im Voraus vergeben sind. Die Basilika ist normalerweise von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und du kannst sogar auf einen der Türme gehen und von dort aus die Aussicht genießen.

  2. Barri Gotic

    Das Barri Gòtic (Gotisches Viertel) ist das älteste und historisch bedeutendste Viertel im Zentrum von Barcelona. Es zeichnet sich durch enge, labyrinthartige Gassen, mittelalterliche Architektur und historische Stätten aus, die auf die römische und mittelalterliche Vergangenheit der Stadt zurückgehen.

    Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Viertels gehören die Kathedrale von Barcelona oder die Pont del Bisbe, eine 1928 gebaute Brücke, die zwei Häuser miteinander verbindet.

  3. La Rambla

    Die La Rambla ist eine 1,2 Kilometer lange, von Bäumen gesäumte Promenade, an der sich einige Geschäfte und Restaurants befinden. Sie verläuft vom Plaça de Catalunya bis hinunter zum Port Vell am alten Hafen und war ursprünglich ein trockener Flusslauf außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern.

    La Rambla ist sehr touristisch und daher ein beliebtes Ziel für Taschendiebe. Achte daher immer gut auf deine Wertsachen, besonders in den Menschenmengen.

  4. Mercat de la Boqueria

    Der Mercat de Sant Josep de la Boqueria, besser bekannt als La Boqueria, ist einer der bekanntesten und lebendigsten Märkte in Barcelona und liegt an der berühmten La Rambla. Er wurde 1840 eröffnet und wurde wahrscheinlich nach dem katalanischen Wort „boc“, das Ziegenfleisch bedeutet, benannt, da hier früher viel Ziegenfleisch verkauft wurde.

  5. Tibidabo

    Der Tibidabo ist ein 512 Meter hoher Berg, von dem du einen spektakulären Panoramablick auf die Stadt Barcelona sowie das Mittelmeer hast.

    Am Gipfel des Tibidabo steht die Sagrat Cor (Tempel del Sagrat Cor), eine neugotische Kirche, die oft mit der Pariser Sacré-Cœur-Basilika verglichen wird. Der Bau begann 1902 und wurde erst 1961 fertiggestellt.

    Auf dem Berggipfel befindet sich zudem einer der ältesten Vergnügungsparks Europas, der 1901 eröffnete Parc d'Atraccions Tibidabo. Zu den Highlights gehört ein buntes Riesenrad, das hoch über der Stadt thront.

    Um zum Gipfel zu gelangen, kannst du entweder eine historische Standseilbahn benutzen, bei der die Hin- und Rückfahrt 12 € kostet oder, wenn du sowieso ein Ticket für die Öffis hast, die Standseilbahn etwas weiter westlich, die dich zur Ortschaft Vallvidrera führt. Von dort aus kannst du dann einen Bus zum Gipfel nehmen.

  6. Recinte Modernista de Sant Pau

    Das Recinte Modernista de Sant Pau war ursprünglich ein Krankenhaus und wurde von dem berühmten katalanischen Architekten Lluís Domènech i Montaner entworfen. Es wurde 1930 eröffnet und 2009 geschlossen. Nach einer aufwendigen Renovierung wurde das Hospital de Sant Pau 2014 als Museums- und Kulturzentrum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zudem beherbergt das Recinte Modernista heute mehrere Organisationen und Stiftungen, die sich der wissenschaftlichen und kulturellen Förderung widmen.

    Neben den bunten Fassaden sind auch die Katakomben sehr sehenswert, die früher für Logistik genutzt wurden und von Patienten und medizinischem Personal, um sich zwischen den Gebäuden hin und her zu bewegen, ohne die Ruhe der Patienten zu stören.

  7. Gracia

    Gràcia ist eines der charmantesten und authentischsten Viertel Barcelonas. Ursprünglich eine eigenständige Stadt, wurde es 1897 in Barcelona eingemeindet, behielt aber seinen eigenständigen Charakter und seine unverwechselbare Atmosphäre.

    Wenn du Glück hast, kannst du auch eines der Feste im Viertel, wie zum Beispiel die im Februar stattfindende Festa de Santa Eulàlia, sehen. Das Fest ist der Heiligen Eulàlia, der Schutzpatronin der Stadt, gewidmet. Es werden dabei riesige Figuren durch die Straßen getragen und es gibt Menschen in Dämonenkostümen mit Feuerwerkskörpern, die den Kampf zwischen Gut und Böse symbolisieren.

  8. Casa Vicens

    Die 1885 gebaute Casa Vicens ist ein weiteres Bauwerk des Architekten Antoni Gaudí. Es zeigt seine Liebe zur Natur und seine Fähigkeit, traditionelle Bauweisen mit neuen Ideen und ästhetischen Innovationen zu verbinden. Mit seiner einzigartigen Fassade, den farbenfrohen Kacheln und den orientalischen Einflüssen bietet es einen faszinierenden Einblick in die Anfänge der Karriere des berühmten Architekten.

  9. Casa Batllo

    Die ursprünglich 1877 erbaute Casa Batlló wurde nach den Plänen von Antoni Gaudi 1906 umgebaut.

  10. Montjuic

    Der Montjuïc liegt im Südwesten der Stadt, nahe dem Hafen, und bietet spektakuläre Ausblicke auf Barcelona und das Mittelmeer. Im 17. Jahrhundert wurde auf dem Hügel eine Festung, das Castell de Montjuïc, errichtet. Diese Burg spielte eine strategische Rolle in mehreren Konflikten, darunter im Spanischen Erbfolgekrieg und während der Belagerung Barcelonas im Jahr 1842. Im 20. Jahrhundert wurde das Castell als Gefängnis genutzt, auch für politische Gefangene während des Spanischen Bürgerkriegs. Zudem war der Montjuïc ein zentraler Ort während der Olympischen Sommerspiele 1992, bei denen viele Sportveranstaltungen in den Anlagen auf dem Hügel stattfanden.

    Du kannst auch die Seilbahn (Telefèric de Montjuïc), die vom unteren Bereich des Hügels bis zur Spitze und zum Castell de Montjuïc führt, nehmen und dabei die Aussicht über die Stadt genießen.

  11. Arc de Triomf

    Der Arc de Triomf wurde als Eingangstor für die Weltausstellung von 1888 errichtet und trägt daher auch die Aufschrift "Barcelona rep les nacions" (Barcelona empfängt die Nationen).

  12. Jardins Fontsere i Mestre

    Die Jardins Fontsere i Mestre befinden sich im Parc de la Ciutadella und bestehen aus zwei Gewächshäusern, in denen sich exotische Bäume und Pflanzen befinden.

  13. Port Vell

    Der Port Vell ist der älteste Teil des Hafens von Barcelona, wurde in den 1990er Jahren modernisiert und liegt direkt am Ende der berühmten Flaniermeile La Rambla. Über das Wasser, in dem einige Segelboote zu finden sind, führt eine geschwungene Fußgängerbrücke, die vom Festland aus zu einem Einkaufszentrum und einem Aquarium führt.

  14. La Barceloneta

    La Barceloneta ist ein ehemaliges Fischerviertel und liegt direkt am Mittelmeer. Es ist besonders für seinen gleichnamigen Strand, Playa de la Barceloneta, bekannt, an dem es eine lange Strandpromenade gibt. Dir wird bestimmt das segelförmige Gebäude des W-Hotels auffallen, welches sich am Ende des Strandes befindet.

  15. La Monumental

    La Monumental wurde im Jahr 1914 eröffnet und war eine der wichtigsten Stierkampfarenen Spaniens. Bis zu 19.000 Zuschauer konnten dem Spektakel dort beiwohnen, bis 2011 der Stierkampf in Spanien per Gesetz verboten wurde. Der Ort wird heute für Konzerte, Festivals und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Zudem befindet sich in der Arena das Museo Taurino, ein Museum, in dem du etwas über den Stierkampf in Spanien erfahren kannst.

  16. Turo de la Rovira

    Der Turó de la Rovira ist ein Hügel im Stadtteil El Carmel, auf dem sich Überreste der Flugabwehrbatterien aus dem spanischen Bürgerkrieg befinden. Besonders zum Sonnenuntergang hast du von hier eine schöne Sicht über die Stadt.

  17. Plaça d'Espanya

    Die Plaça d'Espanya wurde im Rahmen der Vorbereitungen für die Weltausstellung 1929 unter der Leitung des Architekten Josep Puig i Cadafalch und des Ingenieurs Antoni Darder entworfen. Sie sollte als Hauptzugang zum Montjuïc dienen, wo die meisten Ausstellungen stattfanden. Vom Dach des benachbarten Einkaufszentrums „Arenas de Barcelona“ hast du einen schönen Blick auf den Platz.

  18. Park Güell

    Der Park wurde zwischen 1900 und 1914 auf Wunsch von Eusebi Güell, einem wohlhabenden Industriellen und Gaudís Mäzen, angelegt. Güell wollte eine exklusive Wohnanlage für die Oberschicht Barcelonas schaffen, inspiriert von den englischen Gartenstädten. Die Wohnanlage wurde jedoch nie vollendet, und nur zwei Häuser wurden gebaut, von denen Gaudí selbst eines bewohnte.

    Ein großer Teil des Parks ist frei zugänglich, nur die Monumental-Zone des Parks, in der sich die Hauptwerke Gaudís befinden, ist kostenpflichtig. Die Anzahl der Besucher pro Stunde ist begrenzt, daher solltest du dir Tickets im Voraus buchen.

Wie viel Zeit sollte ich für einen Besuch einplanen?

Barcelona ist eine sehr abwechslungsreiche Stadt, in der es genug zu entdecken gibt, aber in der man sich gut auch einfach mal am Strand entspannen kann. Wenn du nur die wichtigen Sehenswürdigkeiten sehen möchtest, solltest du mindestens drei Tage in der Stadt einplanen. Möchtest du es etwas entspannter angehen lassen oder vielleicht eines der nahegelegenen Ausflugsziele außerhalb Barcelonas wie Montserrat oder Girona besichtigen, solltest du ca. sieben bis zehn Tage einplanen.

Wann ist die beste Reisezeit?

Im Sommer ist die Hauptreisezeit, daher sind die Strände und Sehenswürdigkeiten oft überfüllt. Die Preise für Unterkünfte und Flüge können ebenfalls höher sein. Im Frühling und im Herbst sind die Temperaturen meist knapp unter 20 Grad Celsius, was sehr angenehm beim Sightseeing sein kann. Wenn du auch gerne baden gehen möchtest, solltest du in der Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten, also am Anfang oder am Ende des Sommers, nach Barcelona reisen.

Wie bewege ich mich am besten in der Stadt fort?

In Barcelona gibt es einen sehr guten ÖPNV. Mit der Metro und dem Bus erreichst du auch einfach abgelegenere Ziele. Zudem gibt es sogar mehrere Seilbahnen, mit denen du zum Beispiel auf den Tibidabo fahren kannst. Zwischen dem Flughafen und dem Stadtzentrum fährt den ganzen Tag über ein Shuttlebus der sogenannte Aerobús, mit dem du sehr schnell und komfortabel die Stadt erreichst.

Was gibt es Kulinarisches zu entdecken?

Wie überall in Spanien gibt es auch in Barcelona leckere Tapas wie zum Beispiel Patatas bravas, die knusprigen, frittierten Kartoffeln, die mit einer würzigen Tomatensauce und Aioli serviert werden. Zudem findest du in der Stadt, besonders in der Carrer de Bla, die sogenannten Pinchos, kleine Brothäppchen, die mit verschiedenen Belägen wie Fleisch, Fisch oder Gemüse versehen sind und mit einem Zahnstocher zusammengehalten werden. Zum Nachtisch empfehle ich dir die Crema Catalana, die der Crème Brûlée ähnelt, aber mit Zitronen- und Zimtaroma gewürzt wird. Dazu kannst du entweder den in der Stadt sehr beliebten Wermut oder eines der vielen leckeren Craft-Biere trinken.

Lage

Wo liegt Barcelona?

Barcelona liegt direkt am Mittelmeer, so kann man dort im Sommer sehr gut baden gehen. Etwa 120 km nördlich der Stadt befinden sich die Pyrenäen, eine Gebirgskette, die die Grenze zwischen Spanien und Frankreich bildet.

Das Zentrum der Stadt wird durch die beiden Flüsse Llobregat im Süden und den Besòs im Norden sowie durch die beiden Hügel Montjuïc und Tibidabo umrahmt.

Im Norden von Barcelona befindet sich die für ihre steilen Klippen und schönen Strände bekannte Costa Brava. Im Süden der Stadt beginnt die Costa Dorada, die für ihre langen, goldenen Strände bekannt ist.

Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens, einer wirtschaftlich starken Region, in der es immer wieder Unabhängigkeitsbestrebungen gibt und sich ca. die Hälfte der Bevölkerung eine Loslösung von Spanien wünscht.

Karte: Barcelona

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